Ankerstraat
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Architektur

Das Gesicht der wiederaufgebauten Stadt

Gelber Backstein, Giebel, Bögen und Schornsteine: wie sich Nieuwpoort wieder aufbaute.

Der Backstein fällt zuerst auf: nicht rot, sondern ein sanftes Sandgelb, das im flachen Küstenlicht fast golden wird. Er entsteht aus dem kalkhaltigen Polderton dieser Ebenen; gebrannt bleicht der Kalk den Ton hell.

Gelber Backstein, Giebel, Bögen und Schornsteine: wie sich Nieuwpoort wieder aufbaute.

Das wiederaufgebaute Nieuwpoort verwendete ihn überall und gab der Stadt ein ruhiges, einheitliches Gesicht: schmiedeeiserne Balkone, Treppen- und Tuitgiebel und Läden in gedämpftem Grün und Ochsenblut. Nr. 23a bewahrt seinen Metzger-Rollladen, verwittert zur Farbe der Straße.

Blickt man nach oben, wiederholt sich das Vokabular: Segmentbögen aus Backstein über Türen und Fenstern, Dachgauben mit geschwungenen oder Treppengiebeln und hohe profilierte Schornsteine. Es ist eine bewusst altmodische Sprache, eine regionale flämische Renaissance-Wiederbelebung, in den 1920er-Jahren gewählt, um die Stadt so wiederaufzubauen, wie sie war.

Aus dem Archiv

Eine moderierte Auswahl.
Der Templerturm in Trümmern, 1915Gemeinfrei · Wikimedia Commons
Eine Straße Nieuwpoorts in Trümmern, 1915Gemeinfrei · Wikimedia Commons
Die bombardierte Kirche, 1915Gemeinfrei · Wikimedia Commons
Gedenken in der zerstörten Stadt, 1920Gemeinfrei · Wikimedia Commons
Die Fassade heuteHausarchiv
Der Metzger-RollladenHausarchiv